Berlin im Zeichen des Bieres: Rückblick auf 2016

In News by Frieda Hintze

Die zurückliegenden zwölf Monate können in der Hauptstadt als das Bierjahr schlechthin gesehen werden. Unzählige Neugründungen und Eröffnungen sowie Veranstaltungen und Diskussionen rund ums Lieblingsgetränk versetzen die Bierfans 2016 ordentlich in Bewegung. Von Ort zu Ort kamen neue Genießer dazu, begeistert von der aufblühenden bunten Vielfalt der Berliner Bierszene. Im Zuge der Feierlichkeiten um das Reinheitsgebot kamen auch einige kritische Stimmen zu Wort, die sich durch die alten Strukturen in ihrer Kreativität beschränkt sehen. Dies verhalf experimentierfreudigen Brauern und ihrem Craft Beer zu großer medialer Aufmerksamkeit. Der Rückblick auf 2016 verspricht: Aufbruchstimmung liegt in der Berliner Luft!
Eine gelungene Mischung von Klassik mit viel frischem Wind war der 3. Berliner Weiße Gipfel in der Willner-Brauerei im März. So konnten die Besucher traditionell gebrautes Sauerbier sowie spannende Neuinterpretationen von insgesamt 15 lokalen und internationalen Brauereien probieren. Dies war auch der Startschuss für die Schneeeule Berlin, die Berliner Weiße nach Originalrezeptur braut. Ihre bezaubernde „Marlene“ begleitete uns erfrischt durch das ganze Jahr.
2016 bescherte uns mit einigen neuen Stadtoasen, in denen man bei gutem Wetter sowie gutem Bier die Seele baumeln lassen kann. Stone Brewing Berlin eröffnete als erste US-amerikanische Craft Beer Brauerei in den alten Gemäuern eines Gaswerkes in Mariendorf.

Von dort wird Stone den gesamten europäischen Markt mit ihren ausdrucksstarken Bieren beliefern. Ein wunderbar verwinkelter Biergarten sowie ein erstklassiges Restaurant mit regionaler Küche macht die kleine Reise in den Süden wert. Nach schönsten Sonnenstunden im Biergarten von BRLO begann Ende des Jahres die Soft Opening Phase ihres BRWHOUSE am Gleisdreieck. Eine tolle Bierauswahl und dazu abgestimmtes leckeres Essen locken seitdem in die Überseecontainer.

Fröhlich und vielfältig unter freiem Himmel trinken konnte man auch im Berliner Sommer der Bierfestivals. Zu unseren Highlight gehörten die mannigfaltigen Events der Berlin Beer Week, wie etwa der Craft Beer Cruise auf der Spree. Im Frühjahr prämierte das Handgemacht Festival auf dem Gelände der Kulturbrauerei. Unter dem Motto „Junges Brauen trifft Strassenküche“ kamen feinste Braumanufakturen sowie Street Food Stände zusammen. Und weil’s so schön war, konnte man dort bereits ein paar Monate später zur zweiten Ausgabe den Sommer mit einem Gläschen in der Hand ausklingen lassen.

Nachdem die Stadt bereits im Frühjahr mit der italienischen Craft Beer Bar Birra um eine aufregende Bierstube reicher wurde gab es im Herbst wieder einige vielversprechende Eröffnungen. Dazu zählen das neue Brauhaus Lemke direkt am Alexanderplatz sowie das von zwei Kanadiern betriebene Muted Horn in Neukölln. Vor dem Regenwetter flüchten konnte man ab November nun endlich auch zu BrewDog Berlin Mitte. Nach jahrelanger Planung fanden die schottischen Bierpunks mit der ersten deutschen BrewDog Bar in der Ackerstraße ein zu Hause. Dass dieser Rückblick auf die Entwicklung der Berliner Craft Beer Szene nicht mal annähernd komplett ist, zeigt die Stärke sowie den Optimismus der nicht mehr ganz so kleinen Bewegung. Auf ein feuchfröhliches neues Bierjahr!

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