Feine Biere im Süden Berlins

In Bierbars by Olav Vier Strawe

Der Inhaber des neuen Lokals „Foersters Feine Biere“ in Steglitz steht an einem der Tische seines Biergartens: „Probieren Sie doch mal unser Bamberger Kellerbier vom Fass, hefe-trüb, leicht grasig, blumig und herrlich frisch. Der perfekte Durstlöscher bei diesen sommerlichen Temperaturen.“ Sven Foerster macht es Spaß, seinen Gästen die Biervielfalt näher zu bringen und heraus zu finden, worauf sie gerade Lust haben. Kundenberatung sei wichtig, betont der 35-Jährige, das hat er schon als langjähriger Barkeeper im KaDeWe (Kaufhaus des Westens) gelernt.

Spätestens dort ist ihm auch das Bier ans Herz gewachsen. „Ich möchte dazu beitragen, dass Bier die Wertschätzung bekommt, die es verdient“, so Foerster. In einer Ausbildung zum Bier-Sommelier hat er seine Kenntnis vertieft. Was lag da näher, als all das Wissen und die Ideen in einem eigenen Lokal umzusetzen. Ende Mai war Eröffnung: Die eher schnörkellos, hell und freundlich eingerichtete Bar in Steglitz bereichert seitdem die Bierszene der Hauptstadt.

Mein Ziel ist es, an die 60 bis 70 Biere vorrätig zu haben.Sven Foerster
Auf der eindrucksvoll gestalteten Bierkarte finden sich 30 Biere von kleinen deutschen Privat- und Mikrobrauereien, davon vier Fassbiere. Hinzu kommt ein Kühlschrank mit geschmacksstarken Craft-Bieren aus aller Welt. Das Sortiment sei die größte Herausforderung gewesen, so Förster: „Auf der einen Seite möchte ich meinen gut-bürgerlichen Heimat-Kiez nicht überfordern, auf der anderen Seite soll es nicht langweilig werden und für jeden etwas dabei sein“. Förster arbeitet laufend daran, neue Biere einzugliedern: „Mein Ziel ist es, an die 60 bis 70 Biere vorrätig zu haben, aktuell sind es rund 30, das ist schon eine logistische Herausforderung, die aber enorm Spaß bereitet“.

Und wenn nach dem großen Durst der kleine Hunger kommt, bringt seine Küche dick belegte Brotstullen, verschiedene Eintöpfe und Wurstspezialitäten mit hausgemachtem Kartoffelsalat hervor. Die Preise sind moderat, ein halber Liter Weiherer Kellerbier vom Fass kostet 3,80 Euro, zwei paar Bockwürste mit einer großen Portion Kartoffelsalat 5,90 Euro.

Es hat sich schnell rumgesprochen, dass im Süden Berlins eine neue Bieroase eröffnet hat. Foerster ist zufrieden: „Aktuell sind wir sehr gut besucht und das obwohl wir noch nicht mal eine richtige Webseite haben.“ Seine Gäste kommen von überall her, egal ob aus Kreuzberg, Wedding oder Potsdam – oder der typische Berlintourist. „Aber ganz besonders freut es mich, dass der Kiez mein Lokal so gut annimmt und ich bereits viele Stammgäste habe“, so der gebürtige Steglitzer.

„Foersters Feine Biere“ hat Montag bis Freitag von 15 bis 0 Uhr geöffnet, an Samstagen von 14 bis 23 Uhr.

Foersters Feine Biere
Bornstraße 20
12163 Berlin
www.foerstersfeinebiere.de