Vorgestellt: Verein Deutsche Kreativbrauer e.V.

In Brauer by Frieda Hintze

Von der komplexen Bierlandschaft, für die Deutschland einmal berühmt war, ist heute nicht viel übriggeblieben. Während in anderen Ländern traditionelle Bierstile wiederbelebt werden und komplett neue entstehen, bremst die deutsche Gesetzgebung mit dem Vorläufigen Biergesetz (VorlBierG) – besser bekannt als Reinheitsgebot – die Kreativität beim Brauen aus.

Deswegen haben sich nun einige Brauereien, darunter Heidenpeters, Schoppe Bräu oder Buddelship Brauerei, zusammengetan und den Verein „Deutsche Kreativbrauer e.V.“ gegründet.

Verein Deutsche Kreativbrauer: Ein eigenes Qualitätssiegel

Die Kreativbrauer setzen sich für Biervielfalt in Deutschland sowie für eine deutschlandweit einheitliche Regelung ein, die Brauern in allen Bundesländern gleichermaßen das Brauen mit natürlichen Zutaten erlaubt. Anstelle des Reinheitsgebot tritt das Natürlichkeitsgebot. Zu diesem Zweck wurde ein Qualitätssiegel entwickelt: Das Gütesiegel mit dem gehopften Adler ist das Zeichen dafür, dass das betreffende Bier den Qualitätsrichtlinien des Natürlichkeitsgebots entspricht.

Es überrascht nicht, dass der neue Verband den Lehnbegriff Craft Beer vermeidet, der seit mehreren Jahren auch im Bierland Deutschland die mediale Debatte bestimmt, wenn es um Gerstensaft geht. Stattdessen setzt man, ganz im Sinne von Oliver Wesseloh, auf den Namen Deutsche Kreativbrauer – das lässt auch mehr Spielraum. Und genau darum geht es ja bei dem Verein.

Wer Interesse daran hat, bei der Mission der Kreativbrauer mitzumischen und selbst Bier braut oder vertreibt, der kann Mitglied werden. Hier geht es zu weiteren Infos!

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